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Japanische Traditionelle Feste für Mädchen und Jungs

In Japan ist es den Eltern wichtig ihre Kinder zu feiern. Dafür gibt es viele Feste und zwei Feiertagen die man nur den Kindern widmet!

Hina Matsuri – Das Fest der Mädchen


Den dritten Tag des dritten Monats widmet man in Japan den Mädchen. Dieses Fest nennt sich Hina Matsuri, das Puppenfest – oder einfach „Tag der Mädchen“. Mutter und Tochter arrangieren für diesen Tag auf einem treppenartigen, mit rotem soff überzogenen Podest ein Set von Puppen, die hina ningyô. Sie stellen die Mitglieder des japanischen Kaiserhofes der Heian-Perisode (8. . 12. Jahrhundert) dar und sind deshalb in altertümliche Kimono gekeleidet. Auf dem obersten Treppchen befinden sich O-Dairi-sama und O-Hina-sama, die, so sagt man- den Kaiser und die Kaiserin darstellen sollen. Direkt unter ihnen werden drei Hofdamen aufgebaut und noch eine Stufe tiefer fünf Hofmusiker. Manchmal gehören auch no ch zwei Ministerpuppen zum Set, sowie diverse Miniaturmöbel, antikes Handwerkszeug, weitere kleine Puppen und vieles mehr. Alle Treppenstufen sind zudem mit Pfirsichblüten (jap. Momo) geschmückt. Puppen werden in Japan besondere Kräfte nachgesagt: man glaubt, dass sie böse Geister in sich aufnehmen und somit ihre Besitzer vor Unheil schützen können. Deshalb ist auch der Aberglaube weit verbreitet, dass den Töchtern etwas Schlimmes widerfahren wird, wenn man die Puppen an diesem Feiertag nicht aufstellt. In erster Linie wollen die Eltern heutzutage ihren Töchtern jedoch zeigen, dass sie ihnen sehr viel bedeuten. Manche Familien müssen deshalb nach der Geburt einer Tochter schon einmal das ein oder andere Familienerbstück verkaufen, um sich die teilweise sehr teueren Puppen leisten zu können. Traditionell wird das Puppen-Set allerdings von Generation zu Generation vererbt. Das Puppenfest gibt es schon seit einigen hundert Jahren. Damals stellte man zwar auch schon Puppen auf, doch man bastelte außerdem weiter aus Papier, die man anschließend zusammen mit der ganzen Familie in einem kleinen Boot den Fluss hinab schwimmen ließ. Dies tat man in dem Glauben, dass die Puppen böse Geister mitnehmen und somit fortragen würden. Heutzutage feiern die jungen Mädchen den 3. März immer noch mit ihren Familien, oder sie laden einige Freundinnen ein. Gemeinsam trinken die Kinder dann amazake, eine süße, alkoholfreie Variante des Sake und genießen Leckereien wie arare, Reiscracker, die an diesem Tag in allen Farben zubereitet werden.

Kodomo no Hi – Das Fest der Kinder/Jungen


Am 5. Mai feiern die Japaner den „Tag der Kinder“ ( Kodomo no Hi). Bis Mitte des 20. Jahrhunderts widmet man diesen Tag ausschließlich den Jungen, als Gegenstück zum Hina matsuri. Seit 1948 trägt er jedoch den Titel „Kodomo no Hi“ und ist seitdem – im Gegensatz zum Fest der Mädchen – ein Nationalfeiertag. Trotz der Verallgemeinerung stehen jedoch meist die Söhne der Familie an diesem Tag im Mittelpunkt des Geschehens. Jedes Jahr am fünften Tag des fünften Monats hissen Familien Karpfen-Flaggen, so genannte koinobori. Diese windsackähnlichen Papier – oder Stofffahnen gibt es in vielen Farben und Mustern, von einfarbigen, kleinen Karpfen bis zu meterlangen, mit Gold verzierten Varianten. Einige Familien hängen für jedes Kind der Familie eine Fahne auf. An manchen Masten flattern aber auch Karpfenfahnen für den Vater der Familie, an anderen so viele verschiedene, wie der Fahnenmast tragen kann. Der Karpfen gilt in asiatischen Ländern als Symbol für Erfolg und Stärke. Einer chinesichen Legende nach gelang es einem Karpfen flussaufwärts zu schwimmen und er verwandelte sich anschließen in einen schönen, starken Drachen. Eine weiter Tradition ist das Aufstellen einer Miniatur des Samurai-Helmes, dem so genannten kabuto, der am Tag der Kinder zusammen mit Kriegspuppen und Zubehör dekorativ die Wohnräume schmückt. Solche Symbole wie die Rüstung oder die Karpfenfahnen sollen den Wunsch der Eltern bestärken, dass ihre Kinder zu gesunden, starken und tugendhaften Menschen aufwachsen. Traditionell isst man am 5. Mai chimaki (in Bambusblätter gehüllte Reiskuchen) und kashiwa mochi (mit süßer Bohnenpaste gefüllte Reiskuchen, die in Eichenblätter eingewickelt sind.

Kleines Wörterbuch zu den Festen:

Puppenfest/Tag der Mädchen Hina Matsuri

Puppenset Hina Ningyô

Pfirsichblüten Momo

Süßer, alkoholfreier Sake Amazake

Bunte Reiscracker Arare

Fest der Kinder/der Jungen Kodomo no Hi

Karpfen-Flaggen Koinobori

Miniatur eines Samurai-Helmes Kabuto

Kriegerpuppen/Mai-Puppen Gogatsu Ningyou

In Bambusblätter gehüllte Reiskuchen Chimaki

Mit süßer Bohnenpaste gefüllte Reiskuchen Kashiwa Mochi

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